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Gerhard Mayer wirft morgen erst in Gruppe B!


07-31-mayerNicht um 10.10 Uhr, sondern erst um 11.40 Uhr muss Gerhard Mayer in den Diskusring steigen, um die mehr als schwierige Diskusquali zu schaffen.
EUROSPORT und ARD berichten live!

In beiden Gruppen haben je 16 Athleten gemeldet.
Gerhard ist in der Entrylist an 13. Stelle zu finden.
63,50m oder die besten 12 lautet der Qualimodus!


Natürlich kann die frühe Morgenstunde für den einen oder anderen Athleten unangenehme Überraschung bringen.
Der ÖLV-Rekordler hat bei der WM in Berlin 2009 bewiesen, dass im Wettkampf mit den weltbesten Werfern mithalten kann, selbst wenn seine Bestleistung deutlich hinter den Weiten eines Kanter, Harting oder Malachowski liegt. Der Unterschied zwischen einer Welt- und einer Europameisterschaft ist im Diskuswurf gering. Bei der WM in Berlin waren unter den zwölf Finalisten nur drei Nicht-Europäer, zwei davon lagen hinter Gerhard Mayer. Man darf also nicht erwarten, dass die Bäume in Barcelona in den Himmel wachsen.

Gerhard zu seinem Wettkampf in Barcelona: "Zunächst denke ich nur an die Qualifikation."
Die Nerven sollten ihm keinen Streich spielen: "Ich habe gemerkt, dass es nicht Ziel führend ist, nervös zu sein", sagt Gerhard augenzwinkernd!

 

Gerhard, wir halten dir die Daumen!

Heinz Eidenberger
Bild:ÖLV, GEPA

Beide Startgruppen findest Du hier:

http://www.sportresult.com/SPORTS/LA/AJAX/EAA2.ASP?event_id=10000100000118&ctype_id=63&module=competition&show=RL&lang=en

Was es zur Technikumstellung zu berichten gibt, findest Du umseitig:

 

Neue Technik: Diskuswurf als Integral
Gerhard hat jedoch seit vergangenem Herbst durch die Zusammenarbeit mit dem Biomechaniker Aadu Krevald aus Tallinn, Estland, einen wichtigen Schritt gemacht. Auf Basis von genauen Bewegungsanalysen, die Krevald an den besten Werfern vorgenommen hatte, erarbeitete Mayer gemeinsam mit seinem Trainer Gregor Högler eine neue Wurftechnik. Es geht darum, während der Bewegung bestimmte Impulse zu setzen. "Krevald spricht in Integralen. Es gibt nicht viele, die ihn auf dieser Ebene im Diskuswurf verstehen", so Högler, der dank eines abgeschlossenen Maschinenbaustudiums das Rüstzeug zur Kommunikation mit dem "Guru" hat. HTL-Absolvent Mayer: "Ich habe die Formeln, von denen er spricht, zumindest in der Schule an der Tafel gesehen und eine gewisse Ahnung davon …."

Die Umsetzung in der Praxis war dennoch steinig: "Nach einem Monat sah es sehr düster aus. Ich konnte die neue Technik nicht umsetzen. Gleichzeitig wäre auch der Weg zurück zur alten Technik nicht mehr gegangen", erzählt Mayer. Im Frühjahr 2010 kamen jedoch die Erfolge, allen voran der ÖLV-Rekord von 65,24 Meter beim Diamond League Meeting in Rom.

Gerade weil Mayer mit seinen 1,91 Meter kleiner ist als der Rest der Top-Werfer, ist die Wurftechnik umso wichtiger. "Die Technikumstellung ist ein langfristiges Projekt bis 2012. Gerhard muss damit weniger Kraft trainieren und kann so länger auf einem hohen Niveau werfen, weil er seinen Körper nicht so belasten muss", erklärt Högler.

30.07.2010 19:37

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