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Peking wir kommen....

.... heute ist es soweit!

Um 20.30 Uhr erfolgt der Abflug für Diskusass Gerhard Mayer und seinem Trainer Gregor Högler von Wien/Schwechat aus.
Gregor musste am Vormittag noch normal arbeiten! Um 15.30 Uhr wird am Cricketplatz noch einmal trainiert. Dann gehts direkt zum Flughafen. "Für mich ist es eine Ehre nach drei Jahren gemeinsamer Trainingsarbeit bereits als Trainer bei den Olympischen Spielen dabei sein zu dürfen. Danke an Gerhard dafür!" so Gregor heute am Telefon.

pekingmayerCountdown Peking: Gerhard Mayer mit gutem Wurfgefühl im Gepäck

Gerhard bestreitet am Samstag, 16. August den Auftakt für das ÖLV-Team bei den Olympischen Spielen. "Die knappe Anreise hat auch bei der Universiade in Bangkok gut für mich geklappt. Dort gab es vergleichbare Bedingungen. Wenn man zu lange drüben ist, kommt vielleicht der Lagerkoller", so der Studentenweltmeister von 2007. Högler ergänzt: "Für Werfer ist die Akklimatisierung nicht so entscheidend wie für Langstreckenläufer. Wir wollen uns auf den Wettkampf konzentrieren und nicht zu viel Ablenkung von den zahlreichen Eindrücken rundherum haben. Das Adrenalin soll er sich für den Wettkampf aufsparen."
Gerhard hat bei sich zu Hause in Franzensdorf nordöstlich von Wien an der Ausprägung seiner Wettkampfform gearbeitet: "Die Trainings sind ganz gut verlaufen." Um die Zeitumstellung vorwegzunehmen gab es manche Trainings sehr zeitlich in der Früh, einmal um 3 Uhr, sonst um 5 Uhr. "Der Körper soll wissen, dass er auch um diese Zeit fit sein muss. Technisch habe ich dabei immer sehr gut geworfen, das war überraschend. Ich bin sonst nicht so der Morgenmensch." Der Wettkampfablauf mit nur drei Versuchen wurde oft simuliert: "Zweimal einwerfen, dann ein Versuch, dann Pause und Konzentration, dann der nächste Versuch."

Zum sportlichen Ziel meint der 28-Jährige: "Ich möchte werfen, was ich drauf habe. Das sind 62 plus/minus 1 Meter. Es wäre ein Fehler, mit Gewalt an die Sache heranzugehen und unbedingt Bestleistung werfen zu wollen." Högler: "Ich wünsche mir drei technisch gute Würfe, dann wird abgerechnet. Ich weiß, was er kann. Acht bis zehn Finalplätze sind quasi an die Topleute vergeben. Für die restlichen 2-4 Tickets kommen 10-15 Leute in Frage. Von der Qualifikationsweite her ist Gerhard relativ weit hinten. Sein Vorteil ist aber die Konstanz. Fürs Finale werden knapp 63 Meter nötig sein. Vieles ist Kopfsache, das ist das Spannende. Die größte Kunst ist, "aggressiv locker" zu bleiben. Wenn man verkrampft, werden die Würfe zu kurz. Das Finale wäre eine Riesenüberraschung, aber es ist nicht ganz auszuschließen."

Die erste Qualfikationsgruppe beginnt am Samstag, 16. August um 4:40 Uhr MESZ, die zweite um 6:05 Uhr MESZ (Einteilung noch offen).
Das Finale wäre am Dienstag, 19. August um 15:00 Uhr.

Heinz Eidenberger

13.08.2008 14:06

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