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SEHR ERFOLGREICHE SCHWECHATER MANNSCHAFT BEI HALLENSTAATSMEISTERSCHAFTEN

Für die Zuschauer ist das dichtgedrängte Fünfstundenprogramm eines einzigen Wettkamptages ein Segen - es geht Schlag auf Schlag:

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Die Freude über den 1. Einzeltitel für Martin Hackauf steht ihm ins Gesicht geschrieben!!!!!

Die SVS-Verantwortlichen freuen sich nicht nur über Martins erste Goldene. Insgesamt 13 Medaillen, 5xGOLD, 3xSILBER und 5xBRONZE können von den Braustädtern in der Linzer Tips-Arena gewonnen werden.

Kein österr. Verein kann mehr Goldene für sich verbuchen!
Ohne die Ausfälle (Kernbichler, Prazak, Mayr) wäre die Sammlung noch größer geworden.
Die siegreiche 4x200m-Staffel kann man nur durch Disqualifikation bremsen...

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Die Techniker:

Auch Marina Kraushofer sollte sich über ihren 1. Titel bei der Allg. Klasse freuen. Welch ein fulminanter Beginn! 1. Sprung, Marina schockt mit einem Supersatz von 6,06m die Weitsprungkonkurrenz. Noch nie ist sie in der Halle über 6m gelandet, die selbe Weite wie im Freien - Herz was begehrst du mehr!  Die große Favoritin auf den Titel, Michaella Egger, schmeißt nach 2 übertretenen Versuchen die Nerven und springt einen Meter vor dem Brett ab. Aus und vorbei - Michi schafft die Finalquali nicht. Bei ihren weiteren Versuchen trifft Marina leider das Brett nicht optimal, daher kein weiterer Supersatz.
Jetzt gilt Marinas volle Konzentration der Freiluftsaison, wo sie das U-20-WM-Limit für Kanada (6,10m) erbringen möchte. Da bleibt noch viel Zeit, steht die WM doch erst im Juli an. "Marina, Du schaffst das!"
Platz 5 für Carina Prazak, sie springt 5,38m.

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Martin Schwingenschuh feiert ebenso Premiere! Martin startet mit seinem ersten 7-m-Satz in der Halle in die Konkurrenz. Trainer Leo Hudec ist zurecht nicht ganz zufrieden, Martin kann mehr. Im 5. Satz kann Martin Leos Anweisungen umsetzen und landet bei 7,23m!
Martin muss sich nur den beiden Überfliegern Domink Diestelberger (7,63m) und Julian Kellerer (7,51m) geschlagen geben - BRONZE.

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Klaus Biberauer ist STAATSMEISTER im Dreisprung!
Klaus wäre auch mit seinen 15,23m, gesprungen im 2.Versuch der Sieger gewesen.
Warum wäre?
Im dritten Versuch sieht man keinen Spikeabdruck am Balken, geht auch nicht, "latscht" Klaus mit dem ganzen Fuß übers Plastelin. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit des Kampfrichters genügt, der Sprung wird gültig gegeben, 15,36m aufgezogen, das Murren der Zuschauer auf den Rängen nutzt nix! Hätte Klaus den Sprung durchgezogen (natürlich spürt der Springer den Balken unter den Füßen!), wäre es wirklich weit geworden! Dennoch - keiner seiner Mitspringer kommt nur annähernd an die 15m-Marke heran. Gratulation an Klaus, der mit Tochter Anna zur Siegerehrung kommt.

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Karoline Eidenberger darf sich über die Silbermedaille beim Dreisprung freuen! Die Technikumstellung bereitet ihr noch Sorgen (Trainer Irek Krawzewicz: "Springt schon 30%!"). Gegen Überfliegerin Michi Egger (12,84m) wäre sowieso kein Kraut gewachsen gewesen. Zittern müssen wir mit Karo nach zwei übertretenen Versuchen - jetzt muss es klappen, sonst ist`s vorbei mit dem Achterfinale. Es klappt, 11,48m ohne Brett bedeuten Silber.
"Im Sommer wird`s viel besser!", so Irek.

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Ganz besonders freuen wir uns über den Kugelwettkampf von Julia Siart. Noch nie konnte Julia mit der Kugel eine Medaille erobern. Sag niemals nie! Heute ist es soweit! Mit dem Einstoßen ist Trainer Irek überhaupt nicht zufrieden, umsomehr mit Julias erstem Versuch - sie startet mit tollen 12,84m in die Konkurrenz - Platz drei. Diesen Platz gilt es jetzt zu verteidigen! Im 2. Versuch verliert Julia diesen Platz an Vereinskameradin Bettina Schasse (12,86m). Konter von Julia im 3.Versuch - 12,88m. Im letzten Versuch wird`s aber richtig dramatisch, Sonja Spendelhofer, bis dahin unauffällig, erzielt endlich standesgemäß 13,00m! Julia puscht sich:"Das kanst du auch!", zu sich selbst. Es klappt, ein Freudenschrei, 13,14m - jetzt gehört die Bronzene der Julia!    Foto: R.Katzenbeisser
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Was wir alle nicht hoffen wollen ist, dass Bettina die 4kg-Kugel überhaupt nicht mehr in die Hände nimmt. Eine langwierige Ellbogenverletzung macht Bettina das Kugelstoßen zur "Hölle". Bei ihrem 1. Versuch überdreht Bettina neuerlich ihren Ellbogen - wiederum höllische Schmerzen für die Vorjahresmeisterin. Dennoch erzielt sie im 2. Versuch 12,88m, die in der Endabrechnung Rang 5 bedeuten.
Kopf hoch Bettina, wir wünschen Dir baldige Genesung, damit Du wieder Freude am Kugelstoßen finden kannst.

14,98m für Oldboy Gerhard Zillner bedeuten Rang vier - 10cm sollten auf Bronze fehlen.

Die Rundenläufe:

Dass das Kurzprogramm hier Einschnitte bei der Teilnehmerzahl bringen würde, war von Anfang an klar. Es geht eben nicht nach einem anstrengenden Mittelstreckenwettkampf in ein bis zwei Stunden wieder vollfit zu sein! Mehr Meister als sonst freuen sich dafür über einen Titel. Gerade bei den Rundenläufen müssen wir die meisten Ausfälle kompensieren. Andrea Mayr weilt zur Marathonvorbereitung im sonnigen Süden. Felix Kernbichler, ein weiterer Kanditat für die EM in Barcelona laboriert an einer Wadenverletzung, die Gift für Spikes ist. Franziska Schwarzmüller kann noch keine Sprints absolvieren. Was solls- jammern nutzt nichts, da gibts`ja noch...?02-27-wenth1

.... richtig, Jennifer Wenth!
Auch wenn der Hallensprecher keine Ahnung hat, dass Jenni schon hat, nämlich das U-20-WM-Limit (sowohl 800m als auch 1500m!) für Kanada. Ein Foto des gesamten Feldes ist unserem "Cheffotografen" Helmut Prazak nicht möglich. Startschuss und fort ist Jenni! Alleine spult sie die Runden ab. Gemütlich für ihre Verhältnisse der erste Kilometer, den Jenni in 3min zurücklegt. Alles deutet auf 4:30min hin (Jenni lief bei ihrem Limit 4:18min!). Ein starke Schlussrunde ergeben 4:26,83min, 23 Sekunden vor dem Feld - eine Ewigkeit!
STAATSMEISTERIN über 1 500m!

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Oliver Edenhauser nach langer Abwesenheit wieder zurück, überzeugt nicht nur mit tollem Outfit!
Oliver nützt die Gunst der Stunde, die zwei schnellsten 800m-Läufer Österreichs sind nicht am Start. Von Beginn an zeigt er auf, dass der Titel nur über ihn führen kann. "Das Anfangstempo war etwas zu schnell!", so Oliver kurz nach dem Rennen. Drei Runden lang kann Oliver einen Vorsprung von ca. 8m verteidigen, nachdem er mit 25 -26s die 1.Runde "abgespult" hatte. Michael Huber greift von 600 - 700m wehement an, Oliver wankt, fällt aber nicht. Ein starker Schlussspurt auf den letzten 100m ergeben eine schöne 1:53,37min. Dimitri Kudrnofsky hat es schwer. Von Beginn an muss er alleine laufen - er löst die Lage bravourös. 1:56,60min - Bronze.

 

02-27-schwarz202-27-schwarz3Elisabeth Niedereder stellt sich für  Franziska Schwarzmüller als Pacemakerin zur Verfügung - ein herzliches "Dankeschön!"
Franzi läuft damit exakt die angepeilten 2:15min!

Pech für Andrej Naroda über 3000m!
Auf den ersten 5 von 15 Runden läuft Andrej in einer Dreiergruppe um Bronze. Dann muss er abreißen lassen, kämpft sich aber 5 Runden vor Schluss wieder heran. "Ich war zu diesem Zeitpunkt völlig blau!", so Andrej nach dem Rennen. Hätte er zu diesem Zeitpunkt sein Tempo weiterlaufen können, seine zwei Mitstreiter hätten Probleme bekommen. So aber versucht sich Andrej etwas "auszurasten", greift zu Beginn der letzten Runde - viel zu bald! - an und erläuft in neuer pers. Bestzeit von 8:38,42min Rang fünf.

Die Sprintentscheidungen:

Welch ein 60m-Hürdenfinale!!!
Der Reihe nach. Natürlich wussten wir, dass Manuel Prazak nach seiner Verletzung, zugezogen in Budapest, noch nich fit sei. In der 14-tägigen Trainingspause geht`s mit dem Fuß täglich besser, doch für eine 100%-ige Belastung reichts nicht. Wiewohl Manu im 1. Vorlauf 20m vor dem Ziel nur mehr humpelnd sich ins Ziel schleppt, hätten die 8,88s fürs Finale gereicht. Jetzt "muss" es Martin Hackauf richten! Im 2. Vorlauf erzielt Martin in 8,06s überlegen die beste Zeit aller Hürdenläufer. Zu diesem Zeitpunkt weiß Martin noch nicht, dass Manu nicht starten wird können.
"Staatsmeister" zu werden nennt Martin sein großes Ziel für 2010! Jetzt hat er die große Chance. "So eine plötzliche Chance muss man erst einmal nützen!", so seine Trainerin Karin Mayr-Krifka vor dem Finale. "Viele sind an der plötzlichen Favoritenrolle gecheitert!" Karin weiß es am Besten, lang genug war sie im internationalen Geschäft tätig und hat viel miterlebt.
02-27-hachauf2FINALE: Alles schaut nach Sieg aus, aber da läuft noch ein Dominik Diestelberger. Er, der im Herbst bei den U-23-Meisterschaften auch anuel Prazak besiegt hatte, ein ganz gefährlicher Gegner, eilt Dominik von Bestleistung zu Bestleistung.
Die beiden kommen auch gleichauf zur Ziellinie. Dominik wirft sich ins Ziel, Martin auch, vielleicht um einen Tick früher. 7,95s : 7:97s lautet das Ergebnis, lange muss auf die Zeitauswertung gewartet werden. Die Kameras sind dabei all die Zeit auf Martin gerichtet, man ahnt den Ausgang.02-27-chudi1    Foto: R.Katzenbeisser

Über gleich zwei Bronzemedaillen freuen wir uns für Bernhard Chudarek.
"Chudi" erzielt über 60m in 6,79s neue pers. Bestzeit! Den 1. Vorlauf gewinnt er locker vor Clemens Zeller. Im Finale wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen meint sein Trainer Irek Krawzewicz: "Muss mit Händen arbeiten!" Die Endzeiten lauten: 6,72s/6,78s/6,79s!

Beim 200m-Lauf erhält Chudi die in Linz undankbare Bahn 5. Es geht in der Schlusskurve lange begauf, bevor nur mehr ein kurzes Stück bis zum Ziel bleibt, indem man keinen Schwung mehr bekommt.
Chudi kämpft tapfer - 21,91s sind dennoch nicht berrauschend.

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Das Finale der österr. Hallenstaatsmeisterschaften hätte nochmals ein richtiger Knaller werden können. Staffeltrainer Roland Jokl, wählt sowohl bei den Damen als Herren eine Variante, die die schnellsten Läufer anfangen lässt. Die Variante geht auf - voll!

Die Damen in der Besetzung Marina Kraushofer, Viktoria Eigner, Karoline Eidenberger und Astrid Kölbl laufen in 1:42,14min zu SILBER. Die letzten fünf Jahre war kein SVS-Quartett annähernd so schnell wie die vier. Nur mit Karin Mayr-Krifka konnte man dies Zeit unterbieten. Alle vier sind super unterwegs. Den von den Einzelzeiten weit überlegenen Kremserinnen muss man sich nur 6 Zehntel geschlagen geben und die Kremserinnen laufen im 3.Lauf - SVS im zweiten. Wer weiß....

Die Herren in der Besetzung Bernhard Chudarek-Matthias Rebl-Martin Schwingenschuh und Martin Hackauf setzen noch eins drauf und gewinnen, vorerst zumindest! Nachdem die Kurvenvorgaben weg sind kämpft "Metti" beherzt auf Platz zwei, dicht hinter den Salzburgern mit Roland Kwitt unterwegs. Martin Schwingenschuh greift die ganze Runde neben Salzburg laufend an und schaftt gerade nicht sich an die 1.Stelle zu setzen. Es kommt zum letzten Wechsel - alles geht blitzartig. Martin Hackauf schneidet "robust" nach innen und behält beherzt laufend bis zum Ziel under dem Jubel aller Schwechater die Führung. Nur die Kampfrichter jubeln nicht, sondern sehen das "Nachinnenschneiden" als grobe Benachteiligung - Disqualifikation. Da hätten wir gemeint, Männer liefen - hätten wir...

Euer
Heinz Eidenberger
Fotos: Helmut Prazak
Alle Ergebnisse: www.oelv.at Wettkämpfe/Österreichische Meisterschaften
Seht auch viele tolle Bilder, so 63! alleine von den 60m-Hürden der Herren unter www.sportevents4all.com

 

28.02.2010 08:29

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