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Karriereende von Karin Mayr-Krifka

 

medaillenuebergabe 

 

"SCHÖN WAR´S -

SEHR SOGAR!",

so eine erleichterte Karin.

Einmal noch zu Olympischen Spielen und zwar nach Peking, danach Schluss. So hatte Karin Mayr-Krifka, 36, ihre weitere sportliche Laufbahn geplant. Als Mutter der mittlerweile 13 Monate alten Tochter Christiane tastete sie sich in der zurückliegenden Hallensaison wieder schrittweise an den Leistungssport heran. Eine zweite Schwangerschaft machte jetzt alles einfach: "Ich höre auf. Aus, Schluss, vorbei - schön war's, sehr sogar! Es fällt mir nicht schwer aufzuhören. Ich freue mich sehr auf unser zweites Kind. Ich habe innerlich damit abgeschlossen, selbst Höchstleistungen zu erbringen."


zieleinlauf

Die dreifache Medaillengewinnerin bei internationalen Meisterschaften, 45-fache Staatsmeisterin und siebenfache ÖLV-Rekordhalterin ist Österreichs erfolgreichste Sprinterin. Eindrucksvollstes Erlebnis ihrer Karriere war für sie der zweite Platz bei den Hallen-Europameisterschaften 2002 in Wien: "Die Leute haben mich wirklich ins Ziel getragen damals." Zusätzlich hat sie WM-Bronze 2004 in Budapest und EM-Silber 2005 in Madrid, jeweils über 200 Meter in der Halle gewonnen.


Ihren letzten Wettkampf ist sie, beispielhaft für den Teamgeist, am 17. Mai bei den Österreichischen Vereinsmeisterschaften in Schwechat gelaufen, als sie in der 4x100 m Staffel ihren Kolleginnen vom SV Schwechat zum Sieg verholfen hat. Seit Jahren ist Karin Mayr-Krifka auch als Trainerin einer Gruppe junger Nachwuchsathleten aktiv - eine Funktion, die sie weiter mit Freude und Ehrgeiz ausüben wird: "Auf der Betreuerbank fühle ich mich mittlerweile wohler als in den Startblöcken. Ich freue mich, wenn andere schnell laufen werden."

ÖLV-Präsident Johann Gloggnitzer hebt in einem Statement die sportlichen und menschlichen Qualitäten der Sprinterin hervor:
"Karin Mayr-Krifka ist mehr als nur ein Blatt in der Erfolgsstatistik. Sie war und ist ein Aushängeschild nicht nur für die Leichtathletik, sondern für den gesamten österreichischen Sport. Ein Blick in die Bildergalerie ihrer Homepage lässt erkennen welch großartiger Mensch sie ist. In den darin enthaltenen Bildern steht nicht ausschließlich Karin im Mittelpunkt sondern ihr gesamtes Umfeld. Ihre Familie, ihre TrainingskollegInnen, ihre Trainer, ihre Gönner und Förderer, ihre Fans. Die Galerie spiegelt ihren Lebensstil wider. Sport als die schönste Nebensache der Welt. Konzentrierte Arbeit gepaart mit Spaß, Freude und Lebenslust.
Einfach, geradlinig, offen und mit hoher Sozialkompetenz ausgestattet, hat sie die Herzen aller Fans und vieler Personen aus dem öffentlichen Leben gewonnen und war damit eine der besten Botschafterinnen unseres Sports. Ich meiner langjährigen Funktionärslaufbahn kann ich mich eine keine Situation erinnern, wo sie unerträglich gewesen wäre oder nicht Teamgeist gezeigt hätte. Nie hat sie die exaltierte Zicke herausgekehrt und war in schwierigen Augenblicken immer vernünftigen Argumenten aufgeschlossen. Sie war sich nie zu gut, für das Team etwas zu tun, mit den jungen Mädels in der Staffel zu laufen oder zu ihren Festen zu kommen. Sie hat Handschlagqualität und hat sich so für das Leben danach eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen.
Liebe Karin, du warst für viele junge Athletinnen ein tolles Vorbild, nicht nur wegen deiner Leistungen, sondern auch wegen deines Charakter und deines Verhaltens. Im Namen des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes danke ich dir für die Impulse, die du der österreichischen Athletik gegeben hast. Ich danke aber auch all jenen aus deinem Umfeld, die dir dabei geholfen haben, dass du so viele Jahre aktiv und erfolgreich sein konntest. Ich ersuche sie alle, dich weiter zu unterstützen, dass du auch in anderer Funktion, in der du ja schon seit einiger Zeit tätig bist, der österreichischen Leichtathletik erhalten bleibst! Für dich selbst die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt!"


Homepage: www.karinmayrkrifka.at

Heinz Eidenberger

19.06.2007 15:17

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